
Leipziger Allerlei
Der wundervolle Ostharz, die sagenhaften Kurven des Kyffhäuser, einsame Traumstrecken im hübschen Muldental sowie das unbedingt besuchenswerte Weinbau
Ostharz
Strecken-Achsen und fertige Touren mit GPX-Route – alles zum Fahren.
Sechs Runden, jede mit Karte zum Nachfahren.

Der wundervolle Ostharz, die sagenhaften Kurven des Kyffhäuser, einsame Traumstrecken im hübschen Muldental sowie das unbedingt besuchenswerte Weinbau

Teil zwei der Grenz-Tour vom Harz bis zur Ostsee: Der alte Grenzstreifen, im Osten Sperrgebiet, im Westen Zonenrandgebiet, ist bis heute dünn besiedelt, die Straßen sind oft leer.

Rundtour ab Wickerode durch den Kyffhäuser und das Saale-Unstrut-Gebiet.

Die Tour folgt der Deutschen Fachwerkstraße: Sie beginnt nahe Celle und führt auf kleinen Sträßchen zum Bodensee und zurück.

Schwarz-Rot-Goldener Himmel, das steht für eine wunderbare Deutschlandtour - mit wirklich leckerem Essen, tollen Hotels, fantastischen Landstraßen und wundervollen Gegenden. Eine rundum gelungene Tour - auch in diesem Jahr!

Traumrevier Harz: Hier fühlen sich seit jeher Hexen wohl. Aber selbst Bibi Blocksberg weiß, dass es hier obendrein die schönsten Kurven in Deutschlands Norden gibt.

Der Ostharz ist die Sachsen-Anhalt-Seite des Gebirges – und für Kurvenfahrer aus Mitteldeutschland das nächste echte Revier. Hier zieht sich die B81 durch das tief eingeschnittene Bodetal, die Harzhochstraße B242 läuft über die Höhen Richtung Mansfeld, und im Selketal verbinden die stillen Bundesstraßen B 185 und B 242 Quedlinburg mit Harzgerode und dem Südharz. Der Brocken (1141 m) ist der Fixpunkt am Horizont, die Brockenstraße ab Schierke jedoch dauerhaft für Kfz und Motorräder gesperrt – Nationalpark. Gefahren wird drumherum, und das auf einer Handvoll klarer Achsen.
Die B81 durchs Bodetal ist der Ostharz-Klassiker: von Thale über die Talsperre Wendefurth Richtung Hasselfelde, eng an die Bode gebaut, mit Abzweig zur Rappbodetalsperre. Direkt am Stausee liegen mit der höchsten Staumauer Deutschlands (106 m) und der Hängebrücke Titan RT (483 m) die meistbesuchten Fotostopps der Region. Die Harzhochstraße B242, historisch als Klausstraße eine uralte Handelsroute, zieht sich über die Höhen quer durch das Mittelgebirge bis nach Mansfeld – auf der Ostseite die luftige Verbindung über Hasselfelde und Allrode.
Im Süden liegt das Selketal: Die B 185 und die B 242 zwischen Gernrode, Alexisbad, Harzgerode und Güntersberge sind kurvig, ruhig und begleiten über weite Strecken die dampfbetriebene Selketalbahn. Rund um Stolberg und das Wippertal wird es im Südharz noch einsamer – kurvige Talstrecken mit wenig Verkehr, ideal für Werktage. Als Krönung wartet im Süden der Kyffhäuser mit dem Denkmal und seiner kurvigen Auffahrt.
Der Ostharz wirkt auf der Karte kompakt, doch wer die kurvigen Tal- und Höhenstraßen abfährt, merkt: Die Tankstellen-Dichte folgt den größeren Orten, nicht den Höhen. In den Wäldern rund um Hasselfelde, im oberen Selketal und im Südharz wird es dünn.
Die verlässlichen Tankpunkte liegen in den Rand- und Mittelorten der Sachsen-Anhalt-Seite. Im nördlichen Ostharz versorgen Wernigerode, Blankenburg (24-Stunden-Station an der Lerchenbreite) und Thale (24-Stunden-Station an der Neinstedter Straße) Bodetal und Talsperren. Quedlinburg (TOTAL an der Halberstädter Straße, rund um die Uhr) deckt die Stadt und das Selketal ab. Im Südharz sind Harzgerode und Sangerhausen die zentralen Stützpunkte für Stolberg und den Kyffhäuser.
Auf den schönsten Genuss-Strecken gibt es keine Zapfsäule: entlang der B81 im Bodetal zwischen Thale und Hasselfelde, im oberen Selketal zwischen Alexisbad und Güntersberge und auf den L-Straßen rund um Stolberg tankt man nicht zwischendurch. Auch in Schierke am Fuß der Brockenbahn steht keine günstig gelegene Tankstelle.
Sprit gibt es auch sonntags – getankt wird in Deutschland ohne Ladenschluss. Dünner ist die Verpflegung: Die Shops in den kleineren Südharz-Orten machen abends früher dicht, und am Sonntag ist außerhalb der Tankstellen-Shops kaum etwas geöffnet. Die 24-Stunden-Stationen in Thale, Blankenburg und Quedlinburg sichern die Versorgung auch nachts und in der Nebensaison.
Der Ostharz teilt sich das Gelände mit den Harzer Schmalspurbahnen, dem meterspurigen Netz, auf dem im Regelbetrieb echte Dampfloks fahren. Für Motorradfahrer ist das keine reine Kulisse, sondern eine handfeste Straßensituation: An etlichen Stellen queren die Gleise die Fahrbahn. Im Selketal begleitet die Selketalbahn die Talstraßen zwischen Gernrode, Alexisbad, Silberhütte und Stiege und schneidet sie immer wieder; auf der Hochfläche kreuzt die Selketalbahn rund um Hasselfelde und Stiege, an der Eisfelder Talmühle trifft sie auf die Harzquerbahn.

Heikel ist der Belag im Übergang selbst. Die Rillenschienen liegen bündig im Asphalt, verlaufen oft schräg zur Fahrtrichtung und werden bei Nässe oder im Schatten spiegelglatt — genau dort, wo im engen Tal ohnehin lange Feuchte steht. Die Besonderheiten der Übergänge:

Im Kern des Reviers liegt nicht eine einzelne Staumauer, sondern ein ganzes Talsperren-System. Die Rappbode-Talsperre ist der große Speicher, flussabwärts staut die Talsperre Wendefurth die Bode ein zweites Mal, dazu kommen mehrere Vorsperren im selben Einzugsgebiet. Zusammen bilden sie die größte zusammenhängende Stauseelandschaft des Harzes — und aus Fahrersicht einen kompakten Knoten, an dem sich mehrere gute Strecken treffen.
Der Zugang von Osten läuft über die B81: aus Thale und Blankenburg das Bodetal hinauf, über die Wendefurther Steige zur Mauer der Talsperre Wendefurth. Von dort zweigt die Verbindung an die eigentliche Rappbode-Mauer ab, über deren Krone die schmale L96 verläuft — eine der wenigen Stellen im Harz, an denen die Straße über ein Talsperren-Bauwerk hinwegführt. Genau hier hängen auch die Fußgänger-Hängebrücke und die Seilrutsche über dem Tal, entsprechend voll sind die Parkplätze an schönen Wochenenden. Über Altenbrak oder Hasselfelde geht es von dort weiter ins ruhigere Hinterland.
Über Thale stehen sich zwei Sagenfelsen gegenüber: die Rosstrappe auf der einen, der Hexentanzplatz auf der anderen Seite des Bodetals. Zu den eigentlichen Aussichtskanzeln über der Schlucht führt keine durchgehende Straße — hinauf geht es zu Fuß oder mit den beiden Seilbahnen aus dem Ort: einer Kabinenbahn auf den Hexentanzplatz und einem Sessellift zur Rosstrappe. Auch der Talboden dazwischen, die Bodeschlucht, ist ausschließlich für Wanderer passierbar.
Das Motorrad kann unten in Thale an den Parkflächen bei den Talstationen stehen; die Höhenmeter zur Kanzel übernimmt dann die Seilbahn. Zum Hexentanzplatz hinauf gibt es zusätzlich eine kurvige Bergstraße mit Parkplatz und Blick ins Tal, doch an die Felskante und in die Schlucht kommt man auch von oben nur zu Fuß.
Der fahrerische Teil liegt drumherum — flussaufwärts über Altenbrak und Treseburg oder die Rampe hinauf nach Friedrichsbrunn.
Öffnungszeit veraltet, Straße gesperrt, Name falsch geschrieben — schreib es hier rein.