motorradostharz.de
Start Sehenswürdigkeiten

Ostharz

Sehenswürdigkeiten im Ostharz

Sehenswürdigkeiten, Sagen & Kultur – die Stopps, die eine Tour erst rund machen.

Natur

Ostrampe zum Brockenmassiv: die Hochfläche zwischen Elbingerode und Sorge

Von Osten her steigt man nicht in einem Zug zum Zentralmassiv auf, sondern über eine Stufe. Von Blankenburg aus zieht die Straße durch das enge Tal bei Rübeland hinauf nach Elbingerode, und damit auf die höchste zusammenhängende Straßenfläche der Ostseite. Diese Ecke ist Industrielandschaft: Die Kalksteinbrüche prägen den Ort seit Generationen, entsprechend gehört Schwerverkehr zum Streckenbild, dazu verschmutzte Fahrbahnränder an den Werkszufahrten.

Motorrad in einer Gasse zwischen Fachwerkhäusern in Stolberg
Das Markenzeichen von Stolberg sind die Fachwerkhäuser im Renaissancestil

Oben angekommen, öffnet sich die Fläche zwischen Königshütte, Tanne, Trautenstein, Benneckenstein, Elend und Sorge. Die Straßen sind hier weiter und schneller als in den Tälern, die Ortsabstände größer, die Bebauung dünner. Prägend sind die großen Kahlflächen: Nach den Trockenjahren und dem Borkenkäferbefall ist ein erheblicher Teil der Fichtenbestände verschwunden. Für Fahrer bedeutet das mehr Sicht und mehr Wind als früher, dafür regelmäßige Holzabfuhr, Rückegassen-Ausfahrten und Wegereste auf dem Asphalt.

Historisch ist dieser Streifen die alte Grenzlinie. Zwischen Sorge und Elend verlief die innerdeutsche Grenze, der Kolonnenweg aus Betonplatten liegt vielerorts noch im Gelände, und der Streifen gehört heute zum Grünen Band, das Sachsen-Anhalt als Nationales Naturmonument gesichert hat. In Sorge selbst hält eine Gedenkstätte die Teilung präsent. Wer aus dem Selketal oder von den Talsperren heraufkommt, hat hier den nüchternsten und zugleich geschichtsträchtigsten Abschnitt der Region unter den Rädern.

Natur

Der Brocken von der Ostseite – Schierke, Hexen und die Dampfbahn

Aus dem Ostharz nähert man sich dem Brocken über Wernigerode und Schierke. Mit dem Motorrad endet die Anfahrt am Ortsrand von Schierke: Die Brockenstraße ist ab hier dauerhaft für den motorisierten Verkehr gesperrt, sie verläuft komplett durch den Nationalpark Harz. Erlaubt sind nur Wanderer, Radfahrer und die Brockenbahn. Für die Tourenplanung heißt das: Der Brocken ist ein Tagesziel zu Fuß oder per Bahn, gefahren wird auf den Höhenstraßen ringsum.

Mit der Dampfbahn auf den Gipfel

Die schmalspurige Brockenbahn ist der bequemste Weg nach oben. Sie fährt von Drei Annen Hohne mit Halt in Schierke hinauf zum Brockenbahnhof auf rund 1125 Metern, gut 50 Minuten Fahrzeit, seit 1991 regelmäßig mit Dampf. Sie ist Teil der Harzer Schmalspurbahnen, die mit rund 140 Kilometern das längste Schmalspurnetz Deutschlands bilden und das größte zusammenhängende Dampfnetz Europas. Wer das Motorrad einen halben Tag in Schierke stehen lässt und mit der Dampflok hinauffährt, bekommt die einzige Perspektive auf den Berg, die vom Sattel aus nicht zu haben ist.

Blocksberg, Hexen und die Walpurgisnacht

An keinem deutschen Berg hängen so viele Sagen wie am Brocken. Als „Blocksberg“ gilt er seit dem 17. Jahrhundert als zentraler Versammlungsort der Hexen. Der Sage nach reiten sie in der Walpurgisnacht zum 1. Mai auf Besen und Böcken hinauf, um zu tanzen. Populär gemacht haben das Johannes Praetorius mit „Blockes-Berges Verrichtung" (1668) und vor allem Goethe, der die Walpurgisnacht in seinen „Faust" schrieb. Bis heute füllt das Spektakel jedes Jahr Ende April die Orte rund um den Berg – im Ostharz allen voran Thale, Schierke und Wernigerode.

Sperrgebiet im Kalten Krieg

Der Gipfel lag unmittelbar an der innerdeutschen Grenze. Ab August 1961 war der Brocken militärisches Sperrgebiet, auch Schierke wurde Sperrzone. Auf dem Plateau betrieben der sowjetische Militärnachrichtendienst und die Stasi zwei der leistungsfähigsten Abhörstationen des Ostblocks. Am 3. Dezember 1989 öffneten Wanderer die Grenze auf dem Gipfel symbolisch wieder; 1994 wurde die russische Anlage übergeben. Heute steht der Berg jedem offen.

Kultur & Sagen

Rosstrappe, Teufelsmauer, Rübeland und Stolberg: die Sagenorte der Ostseite

Die bekanntesten Sagenorte des Harzes liegen alle auf der Ostseite, und die B81 durchs Bodetal führt an mehreren direkt vorbei. Vier davon lohnen einen Stopp – Motorradstiefel sind auf den Felswegen am Bodetal die richtige Wahl, Turnschuhe nicht.

Rosstrappe & Hexentanzplatz – Thale, Bodetal

Über dem Bodetal stehen sich zwei Felsen gegenüber: die Rosstrappe, ein rund 403 Meter hoher Granitfelsen über der Bode, und der Hexentanzplatz auf einem etwa 450 Meter hohen Plateau. Der Sage nach floh die Königstochter Brunhilde auf ihrem Pferd vor dem Riesen Bodo, der sie gegen ihren Willen heiraten wollte. Am Rand der Schlucht gab sie dem Ross die Sporen und setzte über das Tal – der Hufschlag soll den berühmten Abdruck im Stein hinterlassen haben, der dem Felsen den Namen gab. Bodo stürzte in den Abgrund, wurde in einen schwarzen Hund verwandelt und bewacht seither die Bode, die nach ihm benannt ist. Beide Felsen sind aus Thale per Seilbahn bzw. Sessellift erreichbar, dazu Aussichtsplattformen über dem tief eingeschnittenen Tal.

Teufelsmauer – Weddersleben, nördliches Harzvorland

Zwischen Ballenstedt, Weddersleben und Blankenburg zieht sich über rund 20 Kilometer eine bizarre Sandsteinrippe durch die Landschaft – die Teufelsmauer, aus harten Sandsteinen der Oberkreide. Bei Weddersleben erheben sich Mittelstein und Königstein rund 50 Meter über die Bode; weiter nordwestlich steht das markante „Hamburger Wappen". Der Sage nach wettete der Teufel mit Gott um die Herrschaft über die Erde: Schaffe er es, das Land in einer Nacht mit einer Mauer zu umschließen, gehöre es ihm. Als der letzte Stein fehlte, ließ eine Marktfrau ihren Hahn krähen – der Teufel musste sein Werk wütend abbrechen. Schon 1852 wurde die Formation unter Schutz gestellt, um den begehrten Bausandstein zu erhalten; bei Weddersleben gehört sie seit 1935 zu den ältesten Naturschutzgebieten Deutschlands.

Rübeländer Tropfsteinhöhlen – Schlechtwetter-Stopp an der B27

In Rübeland an der B27 zwischen Elbingerode und Blankenburg liegen die beiden bekanntesten Schauhöhlen des Harzes nur 300 Meter auseinander. Die Baumannshöhle ist seit 1646 in Betrieb – die älteste Schauhöhle Deutschlands – mit dem „Goethesaal" und einer unterirdischen Naturbühne. Die 1866 entdeckte Hermannshöhle war 1890 die erste elektrisch beleuchtete Schauhöhle Deutschlands und beherbergt im Olmensee einige Grottenolme. Unter Tage herrschen konstant um die 9 Grad, unabhängig vom Wetter draußen – der naheliegende Stopp, wenn der Brocken in den Wolken hängt.

Fachwerkstadt Stolberg – Thomas-Müntzer-Stadt im Südharz

Tief in den Tälern des Südharz liegt Stolberg mit rund 400 Fachwerkhäusern – die erste „Historische Europäische Stadt" Deutschlands und Ausgangspunkt der Deutschen Fachwerkstraße. Bergbau und Münzprägung prägten den Ort; in der „Alten Münze" ist eine historische Münzwerkstatt erhalten. Thomas Müntzer wurde hier geboren, Martin Luther predigte 1525 in der St.-Martini-Kirche. Über der Stadt thront das Schloss Stolberg. Die Anfahrt aus dem Selketal oder über Hasselfelde führt über enge, kurvige Talstraßen – fahrerisch der beste Zubringer, den ein Stadtbesuch in dieser Region haben kann.

Bode und Selke: zwei Talwelten mit unterschiedlichem Takt

Der Ostharz wird von zwei Flüssen gegliedert, die auf engem Raum ganz verschiedene Straßen hervorgebracht haben. Die Bode entsteht bei Königshütte aus Warmer und Kalter Bode und arbeitet sich von dort nach Osten durch das Gebirge. Die Selke beginnt weiter südlich auf der Hochfläche bei Stiege und zieht in großem Bogen nach Nordosten ins Vorland. Beide enden im Flachland und speisen am Ende dieselbe Saale. Dazwischen liegen zwei Reviere, die man im Sattel sofort auseinanderhält.

Im Bodetal steht der Fels im Vordergrund. Zwischen Wendefurth, Altenbrak und Treseburg liegt die Fahrbahn dicht am Wasser, schmal, zwischen Hangfuß und Böschung eingeklemmt, mit kurzen Sichtweiten und kaum Platz zum Überholen. Dazu kommt der Ausflugsbetrieb: Wanderparkplätze direkt an der Straße, rückwärts ausparkende Pkw, Radfahrer, Gruppen am Bankett. Wer hier den Anschlag sucht, fährt am Charakter der Strecke vorbei. Interessant wird es an den Ausfahrten aus dem Tal — kurze, steile Rampen mit enger Kehrenfolge, die in wenigen Kilometern auf die bewaldete Hochfläche führen.

Das Selketal ist offener. Der Talboden trägt Wiesen statt Schluchtwände, die Radien sind weiter, das Gefälle gleichmäßiger, und der Verkehr verteilt sich auf deutlich mehr Kilometer. Fahrerisch ergibt das lange, ruhige Bögen ohne ständigen Bremspunkt. Historisch hängt an diesem Tal mehr, als der erste Blick hergibt: Alexisbad wurde im frühen 19. Jahrhundert als fürstliche Kurgründung angelegt und trägt bis heute den Namen seines Stifters, hoch über dem Tal steht die Burg Falkenstein, am nordöstlichen Talausgang bei Ermsleben die Konradsburg mit ihrer romanischen Krypta. Für die Tagesplanung: Das Bodetal liefert die Bilder, das Selketal die Fahrkilometer.

Selketal & Selketalbahn – das stille Tal im Ostharz

Die Selketalbahn, mit gut 61 Kilometern der längste Ast der Harzer Schmalspurbahnen, dampft von Quedlinburg über Gernrode und Alexisbad nach Harzgerode, Stiege und Hasselfelde – seit der Verlängerung bis Quedlinburg 2006 startet sie direkt in der Welterbestadt. Die L-Straßen entlang des Tals zwischen Gernrode, Alexisbad und Güntersberge sind kurvig und wenig befahren. Wer die Abfahrtszeiten kennt, stellt sich an einen der Übergänge und hat die Dampflok im Bild, ohne den Tag umzuplanen.

Die Stauanlagen der Bode als Fixpunkte der Streckenführung

Im Ostharz lohnt ein Fotostopp an der Rappbodetalsperre: Mit 106 Metern Höhe ist sie die höchste Staumauer Deutschlands, daneben spannt sich seit 2017 die Hängeseilbrücke Titan RT über 483 Meter Länge in rund 100 Metern Höhe übers Tal. Parkplätze und Zufahrt sind an Wochenenden überlaufen, der Halt lohnt deshalb vormittags. Die Rappbodetalsperre ist dabei nur das größte Bauwerk einer ganzen Kette.

Die Wasserwirtschaft im mittleren Ostharz ist kein Einzelbauwerk, sondern ein zusammenhängendes System aus mehreren Sperren. Oberhalb sitzt die Talsperre Königshütte, die als Überleitungssperre arbeitet und Wasser über einen Stollen in das Rappbode-System abgibt. An der Kalten Bode liegt zusätzlich die kleine Talsperre Mandelholz. Vorsperren an Rappbode und Hassel fangen die Zuflüsse ab, bevor sie den Hauptstau erreichen; flussabwärts schließt Wendefurth die Kette. Das ist Betriebsanlage, kein Freizeitgewässer — Trinkwasserschutzzonen, abgesperrte Betriebswege und Werkszufahrten gehören zum Bild.

Für die Streckenplanung hat diese Anordnung eine praktische Konsequenz: Es gibt hier keine durchgehende Uferstraße. Die Straßen laufen nicht am Wasser entlang, sondern queren die Riegel an wenigen Punkten oder umfahren die Stauräume weiträumig über den Hang. Wer die Karte nach Uferlinien plant, landet zuverlässig in Stichstraßen, die an einer Vorsperre, einem Bootshaus oder einem Betriebsgelände enden. Sinnvoller ist es, die Sperren als Wegpunkte zu setzen und die Verbindungen dazwischen über die Höhenorte zu ziehen.

Auf den Querungen selbst gelten eigene Regeln. Kronen und Dämme sind schmal, die Fahrbahn hat oft Fugen, Querrinnen und eine harte Bordkante, dazu Fußgänger, die sich auf dem Bauwerk quer über die Fahrspur verteilen. Angehalten wird nicht auf dem Bauwerk, sondern auf den Parkflächen davor oder dahinter. Und der Wasserstand schwankt deutlich: Die Sperren dienen auch dem Hochwasserschutz, im Winter und Frühjahr laufen sie mit abgesenktem Stau, im Sommer stehen sie voll. Der freigelegte Uferstreifen mit alten Wegresten im Frühjahr ist ein anderes Motiv als der randvolle See im August.

Meterspur quert die Fahrbahn: unterwegs im Takt der Schmalspurbahn

Kaum ein anderes deutsches Mittelgebirge zwingt Motorradfahrer so oft an einen Bahnübergang wie der Ostharz. Die Schmalspurstrecken teilen sich das Revier mit dem Straßennetz, kreuzen es an Dutzenden Stellen und laufen streckenweise unmittelbar parallel. Wichtige Knoten sind Drei Annen Hohne im Norden, Eisfelder Talmühle im Süden und Alexisbad im Selketal, wo Züge einander begegnen und der Betrieb entsprechend dicht ist. In Wernigerode verläuft die Strecke abschnittsweise im Straßenraum, was für ortsfremde Fahrer die ungewohnteste Situation im ganzen Netz ist.

Was im Alltag zählt:

  • Übergangswinkel beachten. Viele Kreuzungen schneiden die Fahrbahn schräg an. Die Spur so legen, dass die Schienen möglichst im rechten Winkel überfahren werden, statt der Straßenmitte blind zu folgen.
  • Nicht jeder Übergang hat Schranken. Ein Teil der Kreuzungen ist nur mit Andreaskreuz gesichert, teils in unübersichtlicher Waldlage. Der Zug fährt langsam, ist im Helm hinter Wald aber erst spät zu hören – der Blick nach links und rechts ersetzt hier die Schranke.
  • Dampfschwaden über der Fahrbahn. Bei feuchter Luft legt sich der Auspuffdampf quer über die Straße und nimmt für einige Sekunden die Sicht. Nicht hineinfahren, sondern warten.
  • Fahrplan als Planungswerkzeug. Die Zeiten der Zugkreuzungen sind bekannt und veröffentlicht. Wer ein Motiv mit Zug will, plant den Stopp danach, statt auf gut Glück am Gleis zu stehen.
  • Abseits parken. An den Haltepunkten sammeln sich Fahrgäste und Fotografen. Motorräder gehören nicht auf Bahnsteige, Zufahrten oder Rangierflächen.

Mansfelder Land und Kyffhäuser: der Süden als eigene Etappe

Südöstlich läuft das Gebirge in das Mansfelder Land aus, und der Landschaftswechsel ist deutlicher als jeder Höhenunterschied. Der Wald hört auf, Lössboden und offene Feldflur übernehmen, die Sichtachsen werden lang, der Seitenwind spürbar. Untergrund und Ortsbild verraten den Kupferschiefer-Bergbau, der die Gegend über Jahrhunderte getragen hat. Lutherstadt Eisleben mit Geburts- und Sterbehaus des Reformators steht auf der UNESCO-Welterbeliste, in Mansfeld stehen Schloss und Luthers Elternhaus. Am Süßen See bei Seeburg wird Obst und Wein angebaut; der benachbarte Salzige See fiel im 19. Jahrhundert infolge des Bergbaus trocken und ist heute Ackerland.

Die Verbindung dorthin läuft bequem über das Wippertal, das aus dem Harz kommend an Hettstedt vorbei ins offene Land führt. Fahrerisch ist das der Übergang von Kurvenarbeit zu Streckenfahren: weniger Bremspunkte, dafür landwirtschaftlicher Verkehr, Erntetechnik im Spätsommer und Feldausfahrten mit Erdanhaftung auf der Fahrbahn. Als reiner Zubringer ist das Mansfelder Land unterbewertet — als Kontrastetappe an einem heißen Tag funktioniert es besser als die dritte Talrunde hintereinander.

Weiter südlich, jenseits der flachen Helme-Niederung, schließt der Kyffhäuser an: ein eigenständiges kleines Gebirge, vom Harz durch die Goldene Aue getrennt und in einer knappen Stunde erreichbar. Auf dem Höhenrücken steht das Kyffhäuserdenkmal aus dem späten 19. Jahrhundert mit der Barbarossa-Sage, höchster Punkt ist der Kulpenberg mit seinem Sendeturm. Am Fuß liegen die Barbarossahöhle als Anhydrithöhle bei Rottleben und Bad Frankenhausen mit dem stark geneigten Kirchturm und dem Bauernkriegspanorama von Werner Tübke. Dazwischen staut die Talsperre Kelbra die Helme — ein Rückhaltebecken, das zu den bekanntesten Kranich-Rastplätzen Mitteldeutschlands gehört. Der Anschluss lohnt sich gerade deshalb, weil er nicht mehr nach Harz aussieht: kurzer Höhenzug, offenes Umland, klar abgegrenzte Etappe.

Landschafts-Highlights, die du mit dem Motorrad erreichst

Blick über die bewaldete Bodetal-Schlucht auf das Roßtrappenmassiv

Hexentanzplatz Thale

Felsplateau hoch über der Bodetal-Schlucht, direkt gegenüber der Rosstrappe (403 m). Auf dem Plateau steht das Harzer Bergtheater von 1903, eine der ältesten Freilichtbühnen Deutschlands, die bis 2024 auf rund 1.900 Plätze erweitert wurde.

Anfahrt
Auffahrt ab Thale (156 m) über die ausgeschilderte Bergstraße; von Süden aus dem Rambergmassiv über Friedrichsbrunn und die L 240. Alternativ die Bodetal-Seilbahn ab Thale.
Motorrad-Parken
Großparkplatz direkt am Plateau, 2022 von zuvor 480 Pkw-Plätzen auf 750 Fahrzeuge erweitert, mit Ladesäule. Auch an Ausflugstagen bleibt am Rand der Flächen Platz für Motorräder; die letzten Meter zum Aussichtspunkt sind Fußweg.
Öffnungszeiten
Plateau und Aussichtspunkte frei zugänglich; Bergtheater, Walpurgishalle und Tierpark haben eigene Zeiten.
Höhe/Aussicht
454 m ü. NHN, Blick in die bei Thale rund 280 m tiefe Bodetal-Schlucht

Rappbode-Talsperre mit Hängebrücke Titan RT

Mit 106 Metern die höchste Staumauer Deutschlands und zugleich die größte Trinkwassertalsperre des Landes, seit Juni 2022 Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst. Die Fußgänger-Hängebrücke Titan RT spannt daneben 483 Meter über das Tal, rund 100 Meter über dem Talgrund.

Anfahrt
Über die L 96, die auf der 415 Meter langen Mauerkrone verläuft und nordwestlich in einen 219 Meter langen Tunnel übergeht. Adresse: An der L 96, 38889 Stadt Oberharz am Brocken, Ortsteil Rübeland.
Motorrad-Parken
Ausgeschilderter Hauptparkplatz Rappbodetalsperre am Brückenzugang, von dort zu Fuß weiter. Auf der Mauerkrone selbst wird nicht geparkt, dort läuft der Durchgangsverkehr der L 96.
Öffnungszeiten
Talsperre und Mauerkrone frei zugänglich. Titan RT ganzjährig täglich 8:00–21:30 Uhr; Ticketcenter April–Oktober täglich 9:00–18:00 Uhr, Februar–März sowie November–Dezember Di–So 10:00–16:00 Uhr. Brücke 7,50 Euro für Erwachsene, 5,00 Euro für Kinder von 4 bis 14 Jahren.
Höhe/Aussicht
Staumauer 106 m hoch, Brückendeck rund 100 m über dem Talgrund
Josephskreuz auf dem Großen Auerberg – Stahlfachwerkturm in Form eines Doppelkreuzes

Josephskreuz auf dem Großen Auerberg

38 Meter hoher Stahlfachwerkturm in Form eines Doppelkreuzes, 1896 nach dem Vorbild des Eiffelturms errichtet, nachdem der hölzerne Vorgängerbau nach Schinkels Entwurf 1880 durch Blitzschlag abgebrannt war. Rund 100.000 Nieten halten die Konstruktion zusammen.

Anfahrt
Über die L 236 nordwestlich von Stolberg (Harz); von der Hochfläche um Harzgerode und Straßberg nach Süden abbiegen.
Motorrad-Parken
Parkflächen bei der Siedlung Auerberg oder am Naturresort Schindelbruch. Vom Abstellplatz sind es jeweils etwa 15 Minuten Fußweg zur Kuppe — bis zum Turm führt keine Zufahrt.
Öffnungszeiten
Berg und Umfeld frei zugänglich; die Turmbesteigung über die 200 Stufen ist kostenpflichtig und saisonabhängig, aktuelle Zeiten beim Betreiber erfragen.
Höhe/Aussicht
Josephshöhe rund 580 m ü. NHN, Turm 38 m; Sicht bis zum Brocken und nach Magdeburg, bei sehr guter Sicht bis zum 170 km entfernten Auersberg im Erzgebirge

Teufelsmauer bei Weddersleben

Schmale Felskette aus hartem Kreidesandstein, die sich auf rund 20 Kilometern von Ballenstedt über Rieder und Weddersleben bis Blankenburg durch offenes Land zieht. Bereits 1852 preußisch geschützt, seit 1935 Naturschutzgebiet und damit eines der ältesten Deutschlands, seit 2006 Nationaler Geotop.

Anfahrt
Über Weddersleben, rund drei Kilometer nordöstlich von Thale an der Bode gelegen, auf dem Weg von Thale nach Quedlinburg.
Motorrad-Parken
Am Ortsrand von Weddersleben abstellen. Der Kamm selbst liegt im Naturschutzgebiet und ist ausschließlich zu Fuß zugänglich, der Aufstieg dauert nur wenige Minuten.
Öffnungszeiten
frei zugänglich
Höhe/Aussicht
Mittelstein 185,2 m und Königsstein 184,5 m ü. NHN, rund 50 m über der Bode

Welterbe-Altstadt Quedlinburg

Seit 1994 stehen Stiftskirche, Schloss und Altstadt auf der UNESCO-Welterbeliste. Über 2.100 Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten stehen hier auf engem Raum — als Kontrastprogramm zu einem Tag auf der Hochfläche schwer zu schlagen.

Anfahrt
Am nordöstlichen Harzrand auf rund 123 m Höhe, etwa 50 Kilometer südwestlich von Magdeburg. Aus dem Gebirge naheliegend über Thale und Weddersleben.
Motorrad-Parken
Die Altstadt ist weitgehend verkehrsberuhigt und durchgehend mit Kopfsteinpflaster belegt. Motorrad auf einem der ausgeschilderten Parkplätze am Altstadtrand abstellen und zu Fuß weiter; in die engen Gassen einzufahren bringt nichts.
Öffnungszeiten
Altstadt frei zugänglich; Stiftskirche St. Servatii und die Museen auf dem Schlossberg haben eigene Öffnungszeiten.

Passt auch dazu

Motorradtouren

Strecken-Achsen, Bikertreffs & Tankstellen

Ansehen

Anreise

Beste Reisezeit, Wetter & Anfahrt

Ansehen

Werkstatt

Werkstätten, Reifendienst & Notruf

Ansehen

In der Nähe

Benachbarte Motorradregionen – weitere Strecken-Guides aus dem Netzwerk:

Motorrad Harz über die B242 (Harzhochstraße) Motorrad Thüringen Motorrad Fläming